{"id":5335,"date":"2021-03-05T00:00:54","date_gmt":"2021-03-04T23:00:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gerd-kommer-invest.de\/?p=5335"},"modified":"2025-09-05T14:23:06","modified_gmt":"2025-09-05T12:23:06","slug":"ray-dalios-hedge-fonds","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerd-kommer.de\/blog\/ray-dalios-hedge-fonds\/","title":{"rendered":"Ray Dalios Hedge-Fonds \u2013 der Lack ist ab"},"content":{"rendered":"
<<< Dieser Blog-Beitrag ist auch als YouTube-Video verf\u00fcgbar. >>><\/a><\/strong><\/span><\/p>\n Von Gerd Kommer<\/a>\u00a0und\u00a0Daniel Ganowski<\/a><\/em><\/p>\n Ray Dalio ist der weltweit bekannteste Hedge Fonds-Manager. Zu seiner Investmentfirma Bridgewater Associates geh\u00f6rt der gr\u00f6\u00dfte Hedge Fonds der Welt, der Bridgewater Pure Alpha II<\/i> (zumeist nur Pure Alpha genannt), mit einem in diesem Fonds verwalteten Verm\u00f6gen von rund 50 Milliarden US-Dollar und weiteren ca. 50 Milliarden in zwei anderen Bridgewater-Fonds.\u00a0<\/span><\/p>\n Nach Aussage von Dalio hat weltweit kein anderes Hedge Fonds-Haus in den letzten 40 Jahren mehr Geld f\u00fcr seine Anleger verdient als Bridgewater. Auf diese dubiose Marketing-Aussage kommen wir weiter unten noch zu sprechen.<\/p>\n Ray Dalio ist jedoch nicht nur ein Celebrity Hedge Fonds-Manager und siebzehnfacher Milliard\u00e4r, er hat in den letzten Jahren auch mehrere dicke B\u00fccher \u00fcber Lebensf\u00fchrung, Wirtschaftspolitik und Staatsverschuldung publiziert. Von ihm stammt auch das „Allwetter-Portfolio“, das sich an amerikanische Do-it-yourself-Anleger richtet.<\/p>\n Wie die meisten Hedge Fonds-Firmen ver\u00f6ffentlicht Bridgewater die Performance seiner drei Fonds nicht. Dennoch gelingt es Journalisten immer wieder, die Renditen einzelner Jahre oder Teilzeitr\u00e4ume herauszufinden. Mit diesen einzelnen Datenbruchst\u00fccken lassen sich die Jahresrenditen des Pure Alpha-Fonds seit seiner Auflage Anfang 1991 vor 30 Jahren zu einer durchg\u00e4ngigen Datenreihe verkn\u00fcpfen. Das haben wir in der Tabelle weiter unten getan.\u00a0<\/span><\/p>\n Wir vergleichen in der Tabelle die Performance des Bridgewater Pure Alpha mit der eines einfachen, passiven 60\/40-Portfolios aus dem bekannten S&P 500-Aktienindex und mittelfristigen US-Staatsanleihen. Dieses 60\/40-Portfolio h\u00e4tte ein Privatanleger zu geringen Kosten mit nur zwei ETFs umsetzen k\u00f6nnen. Daneben stellen wir in der Tabelle noch Rendite und Risiko des ganzen Hedge Fonds-Sektors anhand eines globalen Hedge Fonds-Index dar.<\/p>\n Funktioniert auch ohne Lack: Der L&G Gerd Kommer Multifactor Equity UCITS ETF.<\/em> Mehr erfahren ><\/a><\/p>\n Tabelle:\u00a0<\/span><\/b>Vergleich Rendite und Risiko des Bridgewater Pure Alpha-Fonds von Ray Dalio, eines 60\/40 ETF-Portfolios aus Aktien\/Anleihen und des allgemeinen Hedge Fonds-Sektors \u00fcber den Zeitraum 1991 bis 2020 (30 Jahre)<\/b><\/span><\/p>\n \u25ba Alle Renditen in USD, nominal, vor Steuern. Die laufenden Kosten sind bei allen drei Anlagen bereits enthalten. Beim ETF-Portfolio wurden von den zugrundeliegenden Indexrenditen ETF-typische Kosten abgezogen. \u25ba\u00a0[A] Der Anleihenteil des ETF-Portfolios wird durch f\u00fcnfj\u00e4hrige US-Staatsanleihen abgebildet. \u25ba\u00a0[B] Vor 1998 HFRI-Index, danach HFRX-Index, da vor 1999 keine HFRX-Daten vorliegen\u00ad. \u25ba\u00a0[C] Standardabweichung der Kalenderjahresrenditen f\u00fcr den Gesamtzeitraum von 30 Jahren.\u00a0<\/span>\u25ba\u00a0[D] Maximaler kumulativer Verlust f\u00fcr den Gesamtzeitraum von 30 Jahren. Da die Kalkulation auf Jahresrenditen (statt auf Monatsrenditen) basiert, sind die ausgewiesenen Werte tendenziell zu niedrig. \u25ba\u00a0Datenquellen: F\u00fcr Bridgewater mehrere Medienartikel, die sich z. T.\u00a0 <\/span>auf Angaben von Bridgewater selbst oder auf den Finanzdatendienst Bloomberg st\u00fctzen. Bei der Verkn\u00fcpfung dieser aus unterschiedlichen Quellen stammenden Daten besteht die M\u00f6glichkeit von Fehlern unsererseits. Wir glauben allerdings, dass Wahrscheinlichkeit und Gr\u00f6\u00dfenordnung dieser Fehler vernachl\u00e4ssigbar sind. Datenquelle f\u00fcr den HFRX-Index: Hedge Fund Research (hfr.com). Datenquelle f\u00fcr die Indizes, die dem ETF-Portfolio zugrunde liegen: Dimensional Fund Advisors.<\/span><\/p>\n Was l\u00e4sst sich aus dieser Tabelle schlussfolgern?<\/p>\n Der Bridgewater-Fonds hat das ETF-Portfolio in den letzten f\u00fcnf Jahren drastisch und in den f\u00fcnf Jahren davor leicht unter-performt. Auch im allerersten Jahrf\u00fcnft nach der Fondsgr\u00fcndung 1991 rentierte der Hedge Fonds schlechter als die ETF-Benchmark. Was die Tabelle nicht zeigt: Man muss von 2020 an 17 lange Jahre bis Anfang 2004 zur\u00fcckgehen, bis die kumulative Rendite des Dalio-Fonds erstmalig endg\u00fcltig die des ETF-Portfolios \u00fcbersteigt. Anders formuliert: Der Pure Alpha, der gr\u00f6\u00dfte Hedge Fonds der Welt, unter-performt eine einfache passive Benchmark seit \u00fcber eineinhalb Jahrzehnten.<\/p>\n Noch entt\u00e4uschender ist der Rendite-Track Record des gesamten Hedge Fonds-Sektors gegen\u00fcber der simplen ETF-Alternative. Zwar lag der HFRX Hedge Fonds-Index in den ersten drei Jahrf\u00fcnften ab 1991 vorne, aber seit Anfang 2004 war seine Performance relativ zur Indexfonds-Alternative so konsistent erb\u00e4rmlich, dass Hedge Fonds die ETF-Alternative mittlerweile kumulativ \u00fcber die letzten 30 Jahre unter-performen.<\/p>\n Dazu noch eine Fu\u00dfnote: In einer 2007 Wogen schlagenden, \u00f6ffentlichen Wette um eine Million Dollar zwischen Warren Buffett und einem Investment-Berater aus der Hedge Fonds-Branche, schlug der S&P 500-Index jeden einzelnen von f\u00fcnf von dem Berater ausgew\u00e4hlten Hedge-Dachfonds \u00fcber den 10-Jahres-Zeitraum von 2008 bis 2017 (unser Blog-Beitrag<\/a> dazu vom M\u00e4rz 2018).\u00a0<\/span><\/p>\n Zwischenfazit: Hedge Fonds als Gruppe sind ohne Wenn und Aber ein Anlagedesaster.<\/p>\n Hedge Fonds hei\u00dfen Hedge Fonds, weil sie angeblich nie oder nur selten Verluste produzieren (englisch „to hedge“ = absichern, abschirmen). Die Realit\u00e4t sieht sowohl bei Dalio als auch im gesamten Hedge Fonds-Sektor anders aus. Betrachtet man die beiden hier ausgewiesenen Risiko-Kennzahlen, lieferte der Bridgewater-Fonds \u00fcber den Gesamtzeitraum (30 Jahre) bestenfalls einen moderaten Risikovorteil gegen\u00fcber dem ETF-Portfolio. Der Hedge Fonds-Index \u2013 der Durchschnitt aus Tausenden Hedge Fonds \u2013 schneidet bei beiden Risiko-Kennzahlen schlechter als das ETF-Portfolio ab. Nicht zu vergessen: In diesem Risikovergleich haben wir zugunsten der Hedge Fonds unber\u00fccksichtigt gelassen, dass die von Hedge Fonds nach au\u00dfen kommunizierten Zahlen zur Volatilit\u00e4t vielleicht gesch\u00f6nt sind. In der Forschung ist wenig umstritten, dass bei diesen Zahlen systematisch Gl\u00e4ttung („Return Smoothing“) durch das Fonds-Management stattfindet (Cassar\/Gerakos 2011), weil viele Hedge Fonds in nicht b\u00f6rsennotierte Assets investieren, deren Preise sie dann f\u00fcr die monatlich nach au\u00dfen berichteten Renditen selbst sch\u00e4tzen m\u00fcssen. Wenn man nun noch ber\u00fccksichtigt, dass Hedge Fonds keiner oder nur einer eingeschr\u00e4nkten Aufsicht unterliegen, sollte es nicht \u00fcberraschen, wenn die Schwankungen dieser Preissch\u00e4tzungen „etwas ged\u00e4mpft“ in einer Excel-Datei ankommen, die an die Anleger oder an den Hedge Fonds Index-Provider geht. In unserer Tabelle haben wir solche Qualit\u00e4tsbedenken bei Hedge Fonds-Risikozahlen gro\u00dfz\u00fcgig ignoriert.\u00a0<\/span><\/p>\n Die katastrophalen Renditen des Hedge Fonds-Sektors sind keineswegs neu, wie die Tabelle erkennen l\u00e4sst, sondern seit 15+ Jahren der Normalfall. Schon im Jahr 2012 publizierte der britische Branchen-Insider Simon Lack ein Buch, in dem er nachwies, dass Hedge Fonds als Gruppe bei korrekter Berechnung w\u00e4hrend der zwei Jahrzehnte vor 2012 kurzfristige US-Staatsanleihen \u2013 salopp die Sparbuchrendite \u2013 unter-performten (Lack 2012).\u00a0<\/span><\/p>\n Wer nun glaubt, dass es ja nicht auf den Durchschnitt ankomme, solange wenigstens eine Minderheit der besten Star-Hedge Fonds Top-Renditen liefere, der sitzt einem alten Anlegerirrtum auf. Der besteht darin, Performance-Konstanz bei Fonds als gegeben anzunehmen, nur weil das unserem Bauchgef\u00fchl entspricht. Intuition f\u00fchrt hier jedoch \u2013 wie so oft, wenn es um historische Renditen geht \u2013 in die Irre. Hinreichend zuverl\u00e4ssige, von Anlegern tats\u00e4chlich ausbeutbare Performance-Kontinuit\u00e4t, existiert bei Hedge Fonds genauso wenig wie bei normalen aktiv gemanagten Investmentfonds. Die Daten in wissenschaftlichen Untersuchungen zeigen, dass f\u00fcr „Gewinner-Fonds“ von letztem Jahr statistisch keine nennenswert h\u00f6here Wahrscheinlichkeit besteht, im Folgejahr wieder vorne zu liegen als f\u00fcr die „Verlierer-Fonds“ von letztem Jahr (Guirguis 2020). Auch der Bridgewater-Fonds d\u00fcrfte hier angsichts seiner erratischen Rendite in den letzten zehn Jahren keine Ausnahme mehr sein.\u00a0<\/span><\/p>\n Was sind die Ursachen f\u00fcr die beim gr\u00f6\u00dften und ber\u00fchmtesten Hedge Fonds wie auch beim gesamten Hedge Fonds-Sektor seit Jahren so deutlich nach S\u00fcden zeigende Leistungskurve?<\/p>\n Die Antwort k\u00f6nnte man unter dem Schlagwort „\u00dcberbev\u00f6lkerung“ subsummieren. Im Jahr 1990 existierten global etwa 100 Hedge Fonds. Inzwischen sind es gesch\u00e4tzte 13.000. Die Weltwirtschaft, aus der die Rendite aller Kapitalmarktanleger schlussendlich kommen muss, ist in diesen 30 Jahren real um etwa 2,5% per annum oder kumulativ um 110% gewachsen. Die Zahl der Hedge Fonds schoss dagegen um 17% per annum oder kumulativ um 11.000% in die H\u00f6he. Der „Mehrrendite-Kuchen“ (im Fachjargon „Alpha“), um den sich Hedge Fonds und andere aktive Anleger balgen, hat mithin nur vergleichsweise langsam expandiert, w\u00e4hrend die Zahl der Alpha-J\u00e4ger (unter anderem die Hedge Fonds) f\u00f6rmlich explodiert ist. Logisch, wenn da f\u00fcr den einzelnen immer weniger \u00fcbrig bleibt.\u00a0<\/span><\/p>\n Das gilt f\u00fcr Hedge Fonds im Allgemeinen und das gilt auch f\u00fcr Meister Dalio. Die Zahlen in unserer Tabelle lassen da wenig Zweifel.<\/p>\n Man k\u00f6nnte sich nun fragen, warum die Zahl der Hedge Fonds in den letzten Jahrzehnten so enorm zugenommen hat? Die Antwort darauf ist einfach: Hedge Fonds-Manager verdienen sich die sprichw\u00f6rtlich goldene Nase am Kapital ihrer Kunden. Die Verwaltungsgeb\u00fchr liegt bei einem typischen Hedge Fonds zwischen 2,5% und 3% des Anlegerverm\u00f6gens pro Jahr. Ray Dalio wurde auf dieser Basis \u00fcber einen Zeitraum von gut 40 Jahren zum mehrfachen Milliard\u00e4r. Der allergr\u00f6\u00dfte Teil dieses Reichtums stammt aus solchen Geb\u00fchreneinnahmen.<\/p>\n Kurioserweise ist es gerade dieser sagenhafte pers\u00f6nliche Reichtum mancher Hedge Fonds-Manager, der ihnen mehr als alles andere hilft, ihre in den meisten F\u00e4llen langfristig keineswegs vorzeigbaren Investmentleistungen trotzdem erfolgreich zu vermarkten. Wie das?<\/p>\n Wer regelm\u00e4\u00dfig Artikel \u00fcber Dalio und andere Hedge Fonds-Manager-Milliard\u00e4re in Medienartikeln und im Internet liest, wird gef\u00fchlt in jeder zweiten dieser Publikation einen Hinweis auf den pers\u00f6nlichen Reichtum des jeweiligen „Superstar-Managers“ finden. Dabei wird explizit oder implizit der wirtschaftliche Erfolg der Hedge Fonds-Manager als Unternehmer<\/i> mit dem kaum oder gar nicht vorhandenen Langfristerfolg seiner Finanzprodukte f\u00fcr seine Kunden vermischt und verwechselt. Das eine hat mit dem anderen aber sehr wenig zu tun.<\/p>\n Manche dieser Medienartikel, die \u00fcber Fonds sehr reicher Hedge Fonds-Manager wie Ray Dalio, John Paulson, Paul Singer, David Einhorn oder anderen berichten, sind an peinlicher Devotheit seitens des journalistischen Verfassers kaum noch zu \u00fcberbieten. Im Falle von Dalio geht dieser unterw\u00fcrfige Star-Kult so weit, dass Journalisten in ihren Artikeln immer wieder einen cleveren Dalio-Marketing Slogan als „Fakten“ oder „Information“ nachplappern und so brav und kostenlos f\u00fcr ihn Werbung machen.\u00a0<\/span><\/p>\n Seit Jahren verbreiten Dalio und seine Angestellten regelm\u00e4\u00dfig, dass Bridgewater „mehr Geld f\u00fcr seine Kunden verdient“ habe „als jede andere Hedge Fonds-Firma auf dem Planeten“. Zun\u00e4chst einmal ist diese Angabe f\u00fcr Au\u00dfenstehende nicht verifizierbar und daher von Vornherein nur als Reklame einzustufen. Ferner \u2013 und wichtiger \u2013 l\u00e4sst sich aus dieser Aussage nat\u00fcrlich nicht schlie\u00dfen, dass die Bridgewater-Kunden relativ zu den f\u00fcr sie verf\u00fcgbaren Investmentalternativen \u2013 z. B. einem passiven Indexfonds-Portfolio \u2013 attraktive Renditen erzielt h\u00e4tten, obgleich genau dieser Schluss bei den meisten Empf\u00e4ngern der Werbebotschaft h\u00e4ngen bleiben soll und wohl auch h\u00e4ngen bleibt. Drittens belegt das Reklamespr\u00fcchlein trotz seiner raffinierten Suggestion keineswegs, dass Bridgewater als Fonds-Haus zur Weltspitze geh\u00f6rt. Es d\u00fcrfte weltweit mehr als ein Dutzend, vielleicht drei Dutzend Fondsgesellschaften geben, die f\u00fcr ihre Kunden in den letzten 20, 30 oder 40 Jahren mehr und vielfach weit mehr verdienten als Bridgewater. Die drei gr\u00f6\u00dften Indexfonds-Gesellschaften BlackRock, Vanguard und State Street lassen Bridgewater in dieser Hinsicht um Gr\u00f6\u00dfenordnungen im Staub hinter sich, weil sie (a)\u00a0weit umfangreichere Kundengelder verwalten und (b) gleich gute oder bessere Renditen erzeugen. Nur sind das eben keine elit\u00e4ren Hedge Fonds-Firmen, sondern ganz normale Investmentfondsgesellschaften. Aufgrund dieses hier jedoch irrelevanten, rein technischen Unterschieds, kann Dalio das zitierte Spr\u00fcchlein weiter verbreiten und naive Journalisten werden es noch einige Jahre eilfertig in ihrer Berichterstattung nachbeten \u2013 wie j\u00fcngst sogar der ehrw\u00fcrdige britische Economist (The\u00a0Economist, 30.07.2020).<\/p>\n <\/p>\n Dalio und sein Flaggschiff-Fonds Pure Alpha produzieren seit zehn Jahren magere Renditen. In den letzten f\u00fcnf Jahren waren diese Renditen besonders armselig. Trotz seiner Federgewichts-Performance als Fondsmanager im zur\u00fcckliegenden Jahrzehnt wird Dalio in den Medien und im Internet nach wie vor wie ein amtierender Schwergewichtsweltmeister bejubelt. Das zeigt, dass Dalio seine eigentlich nicht mehr verbergbaren Fonds-Manager-Defizite mit Weltklasse-Unternehmertum und -Public Relations wettmacht.<\/p>\n Der Hedge Fonds-Sektor als Ganzes repr\u00e4sentiert seit 15 Jahren und vermutlich schon l\u00e4nger ein Renditedesaster. In Bezug auf Hedge Fonds im Allgemeinen scheinen die Finanzmedien mit mehrj\u00e4hriger Versp\u00e4tung allm\u00e4hlich zu realisieren, dass der Kaiser nackt ist.<\/p>\n <\/p>\n Cassar, Gavin\/Joseph Gerakos (2011): „Hedge Funds: Pricing Controls and the Smoothing of Self-Reported Returns“; In: The Review of Financial Studies; Vol. 24; 2011; pp. 1698-1734<\/p>\n Guirguis, Michel (2020): „A Multi-Factor Performance Model: Evidence From the Hedge Fund Industry“; 24 June 2020; Internet-Fundstelle: https:\/\/papers.ssrn.com\/sol3\/papers.cfm?abstract_id=3615538<\/a><\/p>\n Lack, Simon (2012): „The Hedge Fund Mirage. The Illusion of Big Money and Why It\u2032s Too Good to Be True“;\u00a0 <\/span>Wiley & Sons; 2012; 212 pages<\/p>\n In diesem Beitrag zeigen wir, dass Ray Dalios Hedgefonds seit 16 Jahren eine simple passive ETF-Benchmark unterperformt.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":5523,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7,1],"tags":[13,5],"class_list":["post-5335","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktives-investieren","category-nicht-kategorisiert","tag-hedge-fonds","tag-video"],"yoast_head":"\n
<\/p>\nZusammen\u00adfassung<\/span><\/h2>\n
Literatur<\/b><\/span><\/h3>\n