{"id":4066,"date":"2020-03-24T16:00:15","date_gmt":"2020-03-24T15:00:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gerd-kommer-invest.de\/?p=4066"},"modified":"2025-09-05T14:18:30","modified_gmt":"2025-09-05T12:18:30","slug":"corona-crash","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerd-kommer.de\/blog\/corona-crash\/","title":{"rendered":"Der Corona-Crash: Was tun?"},"content":{"rendered":"
<<< Dieser Blog-Beitrag ist auch als YouTube-Video verf\u00fcgbar. >>><\/a><\/strong><\/span><\/p>\n Von Felix Gro\u00dfmann<\/a> und\u00a0Gerd Kommer<\/a><\/em><\/p>\n Am 20. Februar 2020, vor 33 Tagen, setzte an den weltweiten Aktienm\u00e4rkten der Corona-Crash<\/em>\u00a0ein, wie wir ihn vorl\u00e4ufig nennen, da sich noch kein allgemein \u00fcblicher Name f\u00fcr diesen B\u00f6rseneinbruch etabliert hat. Der globale Aktienmarkt, gemessen am MSCI ACWI IMI-Index, dem breitesten aller Aktienindizes, erlitt vom 20. Februar bis zum 23. M\u00e4rz einen Kursverlust von 34%, der DAX einen von 37%.<\/p>\n In diesem Blog-Beitrag versuchen wir, diesen schweren und schnellen Einbruch vor dem Hintergrund historischer Daten und sachlogischer Argumente zu bewerten und in ein gr\u00f6\u00dferes Bild einzuordnen. Unser Ziel besteht darin, zu einer sinnvollen, handlungsorientierten Interpretation dieser Entwicklung durch unsere Leser beizutragen. Wir erl\u00e4utern hierzu sieben separate Sachverhalte und Argumente, die alle um die Grundfrage kreisen „Was tun im Corona-Crash?“<\/p>\n Dieser Blog-Beitrag ist l\u00e4nger, als es unsere Blog-Beitr\u00e4ge \u00fcblicherweise sind. Angesichts der hohen Bedeutung des Themas hielten wir es beim Schreiben f\u00fcr gerechtfertigt, unsere regul\u00e4re L\u00e4ngenbegrenzung zu \u00fcberschreiten.<\/p>\n <\/p>\n Auch der Corona-Crash \u00e4ndert nichts an der alten Feststellung, dass Aktien auf lange Sicht und auch in Zukunft gerichtet die renditetr\u00e4chtigste Asset-Klasse [1]<\/span><\/strong> sind. Tabelle 1 stellt in diesem Zusammenhang die historischen Renditen von Aktien denjenigen der bedeutendsten anderen Haupt-Asset-Klassen gegen\u00fcber.<\/p>\n Tabelle 1: Reale (inflationsbereinigte) Renditen der wichtigsten Asset-Klassen von 1900 bis 2019 (120 Jahre) \u2013 in USD, vor Kosten und Steuern<\/strong><\/span><\/p>\n \u25ba Quelle: Dimson\/Marsh\/Staunton, BIS Basel, David S. Jacks. \u25ba\u00a0Wohnimmobilien: Gesamtrenditen aus Preissteigerungen und Nettomietertr\u00e4gen. Zu den Details siehe Kommer\/Schweizer 2018. Diese Gesamtrendite (nicht nur Preissteigerungen) ist ein bev\u00f6lkerungsgewichteter Durchschnitt der nationalen Renditen von 12 L\u00e4ndern in lokaler W\u00e4hrung und ohne Fremdfinanzierungseffekte. \u25ba\u00a0Rohstoffe repr\u00e4sentieren die f\u00fcnf Hauptrohstoffgruppen Energie, Edelmetalle, Basismetalle, Mineralien und Agrarrohstoffe.<\/span><\/p>\n Bei der Interpretation der Zahlen in Tabelle 1 sollte man sein Augenmerk auf die relativen<\/em> Unterschiede zwischen den einzelnen Asset-Klassen legen. In dieser Perspektive waren Aktien doppelt so rentabel wie Immobilien und sechseinhalbmal so rentabel wie verzinsliche Bankguthaben. Der relative Vorsprung von Aktien gegen\u00fcber Wohnimmobilien und zinstragenden Investments d\u00fcrfte in den n\u00e4chsten Jahren eher noch h\u00f6her sein, da die Asset-Klasse „Aktien-Global“ heute g\u00fcnstig bewertet ist, w\u00e4hrend Anleihen und Wohnimmobilien (jedenfalls Wohnimmobilien im DACH-Raum) heute besonders teuer sind. (Nota Bene: Ein niedriges Zinsniveau ist gleichbedeutend mit einer hohen Bewertung von Anleihen.)<\/p>\n „Verpackte“ Finanzprodukte oder „aktive“ Anlagestrategien wie kapitalbildende Lebensversicherungen, Zertifikate, P2P-Kredite, Beteiligungen an geschlossenen Fonds, Hedge-Fonds oder Private Equity-Fonds liefern aufgrund der bei ihnen anfallenden hohen offenen und versteckten Kosten und aus anderen Gr\u00fcnden statistisch niedrigere<\/em>\u00a0Renditen als die zugrunde liegenden Asset-Klassen, in die sie investieren, w\u00e4hrend die Risiken dieser Finanzprodukte naturgem\u00e4\u00df mindestens gleich hoch sind wie die der betreffenden Asset-Klassen, auch wenn die t\u00e4gliche oder monatliche Volatilit\u00e4t bei den verpackten Produkten mangels B\u00f6rsennotierung nicht beobachtbar ist.<\/p>\n Aktien waren nicht nur in den letzten 120 Jahren die ertragreichste Asset-Klasse, wie aus Tabelle 1 hervorgeht, sie waren es auch in dem Jahrzehnt unmittelbar vor Einsetzen des Corona-Crashs. Dieses Jahrzehnt (2010 bis 2019) war f\u00fcr einen Buy-and-Hold-Anleger mit einem global diversifizierten Aktienportfolio eine weit \u00fcberdurchschnittlich gewinnbringende Zeitspanne. Der Weltaktienmarkt lieferte in den besagten zehn Jahren au\u00dferordentlich hohe Renditen, n\u00e4mlich real<\/em> 10,7% p.a. (kumulativ 177%). Er \u00fcbertraf damit den DAX (6,8% p.a.), Gold (4,6% p.a.), deutsche Wohnimmobilien (4,4% p.a.) [2]<\/span><\/strong> und Bankguthaben (negative 1,1% p.a) (alle Renditen inflationsbereinigt, in Euro, vor Kosten, vor Steuern).<\/p>\n <\/p>\n Die Renditen von Aktien sind kurz- und mittelfristig nicht zuverl\u00e4ssig prognostizierbar. Sie folgen einem so genannten „Random Walk“ (Zufallslauf). Dieser Sachverhalt ist in der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung v\u00f6llig unumstritten (eine Zusammenfassung des Forschungsstandes dazu bieten Jacobs\/Weber 2016). Der Hauptgrund f\u00fcr diese Nichtprognostizierbarkeit ist die hohe Informationseffizienz\u00a0<\/em> [3]<\/span><\/strong> der Kapitalm\u00e4rkte, insbesondere des Aktienmarktes. Diese Eigenschaft macht Kapitalm\u00e4rkte unter allen M\u00e4rkten einzigartig. Weil Aktienrenditen kurz- und mittelfristig nicht prognostizierbar sind, ist es generell und auch in einer Crash-Situation nicht nur sinnlos, sondern im Durchschnitt renditesch\u00e4dlich, auf der Basis von Prognosen zu kaufen und zu verkaufen. Dass die etablierte Finanzbranche und die Medien ihrem Publikum traditionell etwas ganz anderes suggerieren, resultiert prim\u00e4r aus deren Interessenkonflikten und den weit h\u00f6heren Margen, die Finanzdienstleister durch die Vermarktung dieses Irrtums erzielen. Auch unser eigenes Bauchgef\u00fchl, unsere Emotionen und der gesunde Menschenverstand leiten uns in die sch\u00e4dliche Richtung anlass- und augenblicksbezogen zu traden. Der gesunde Menschenverstand und unsere Instinkte f\u00fchren uns \u00fcbrigens in zahlreichen wirtschaftswissenschaftlichen Fragen in die Irre (Watts 2011).<\/p>\n Die Sch\u00e4dlichkeit von aktivem Investieren bei Aktien und speziell Market Timing<\/em> (Rein-Raus im Zeitablauf), einschlie\u00dflich „Crash-Market-Timing“, wurde in empirischen Studien von an Universit\u00e4ten angestellten Wirtschaftswissenschaftlern in den vergangenen rund 50 Jahren buchst\u00e4blich zu Tode untersucht. In einem Satz zusammengefasst: Es existiert keinerlei \u00fcberzeugende Evidenz daf\u00fcr, dass solche Timing-Strategien bei Ber\u00fccksichtigung von Risiko, Kosten und Steuern attraktivere Langfristrenditen produzieren als diszipliniertes Buy-and-Hold. Das Gegenteil ist der Fall. In den Investment-B\u00fcchern<\/u><\/a> von Kommer werden die Ergebnisse vieler dieser Studien zusammengefasst. Wir selbst haben im M\u00e4rz 2019 eine bestimmte, intuitiv plausible Timing-Strategie zu „Crash-Timing<\/a>“ getestet. Auch hier zeigte sich die statistische Unterlegenheit gegen\u00fcber Buy-and-Hold.<\/p>\n Der Nutzen von „Downside-Hedging“ \u2013 dem bewussten Versuch, die Volatilit\u00e4t (Schwankungsintensit\u00e4t) eines Portfolios „nach unten“ mit Derivaten (z. B. Put-Optionen) oder Stopp-Loss-Orders [4]<\/span><\/strong> zu begrenzen, wurde ebenfalls schon vielfach gepr\u00fcft. Dieser Strategietypus, der in der jetzigen Zeit verlockend erscheinen mag, unterliegt Buy-and-Hold gleicherma\u00dfen. Eine Zusammenfassung wissenschaftlicher Studien, in denen dieser Sachverhalt untersucht wurde, findet sich in Kommer, 2018, S. 148 ff.<\/p>\n Im \u00dcbrigen wird bei genauerer \u00dcberlegung schnell klar, dass fast alle aktiven Anleger \u2013 Privatanleger und Profi-Anleger \u2013 bewusst oder unbewusst Downside-Hedging in einer ihrer vielen Variationen praktizieren. Insofern sind die Mehrzahl der nicht mehr z\u00e4hlbaren allgemeinen Studien aus der Wissenschaft, die die Unterlegenheit von aktivem Investieren in den vergangenen rund 50 Jahren gezeigt haben, zugleich auch eine Widerlegung des Nutzens von Downside-Hedging.<\/p>\n Wen diese theoretischen und statistischen Argumente aus der Wissenschaft nicht \u00fcberzeugen, der mag vielleicht die simple Betrachtung des Aktienkurses von Berkshire Hathaway<\/em>, dem Unternehmen von Warren Buffett, instruktiv finden. Seit dem 20. Februar 2020 hat Berkshire einen nur moderat geringeren Kursr\u00fcckgang erlitten als der US-Gesamtmarkt (29% versus 35% \u2013 in USD nominal). Auch in der gro\u00dfen Finanzkrise ab 2008 sackte Berkshire fast genauso tief ab wie der allgemeine US-Aktienmarkt (45% versus 50%). Berkshires Langfristrendite in den letzten rund 10 Jahren lag gleichfalls ziemlich nahe an der des allgemeinen US-Marktes. Wenn selbst „der gr\u00f6\u00dfte lebende Finanzinvestor“ einen Crash offenbar nicht umschiffen kann, dann darf man wohl fragen, warum irgend jemand glauben sollte, dass das f\u00fcr andere Aktienanleger anders als aus Gl\u00fcck m\u00f6glich sein soll.<\/p>\n <\/p>\n Um die Implikationen des Corona-Crashs angemessen zu verstehen, lohnt auch ein Blick in die Historie der B\u00f6rsenkrisen. Tabelle 2 fasst daher einige Schl\u00fcsselzahlen zu den sechs gr\u00f6\u00dften Aktienmarkteinbr\u00fcchen in den letzten 120 Jahren zusammen.<\/p>\n Tabelle 2: Ausgew\u00e4hlte Kennzahlen zu den sechs Einbr\u00fcchen des globalen Aktienmarktes im Zeitraum 1900 bis 2019 mit einem maximalen kumulativen Verlust (maximaler Drawdown) von real 45% oder mehr<\/span> <\/strong><\/span><\/p>\n \u25ba Zugrundeliegende Daten: USA-Aktienmarkt in USD, inflationsbereinigt von 1900 bis 1969 (S&P Composite-Index 1900 bis 1926, CRSP1-10-Index 1927 bis 1969), da vor 1970 keine Renditen auf Monatsbasis f\u00fcr den Weltaktienmarkt verf\u00fcgbar sind. 1970 bis 1987 MSCI World Standard Index, 1988 bis 1995 MSCI ACWI Standard Index, 1996 MSCI ACWI IMI Index. \u25ba\u00a0[A] Spanische Grippe: Von Januar 1918 bis Dezember 1920 grassierte die in der neueren Geschichte global wohl verheerendste Pandemie. Sch\u00e4tzungen zufolge infizierte sich rund ein Viertel der Weltbev\u00f6lkerung. Sch\u00e4tzungen der Anzahl der Todesopfer bewegen sich zwischen 17 Millionen und 100 Million (englische Wikipedia<\/u><\/a>).<\/span><\/p>\n Tabelle 2 illustriert, dass schwere Aktienmarkteinbr\u00fcche in den vergangenen 100+ Jahren in den USA (bis 1970) und weltweit (ab 1970) letztlich gar nicht so selten waren \u2013 es gab sechs von ihnen, einschlie\u00dflich einen w\u00e4hrend einer dramatischen Pandemie. H\u00e4tte man das Filterkriterium etwas „weicher“ gew\u00e4hlt (z. B. minus 30% statt minus 45% Einbruch), dann w\u00e4ren es mehr als sechs B\u00f6rsenkrisen gewesen.<\/p>\n Die Daten zeigen an, dass die Erholung nach dem Tiefpunkt auch bei diesen brutalen B\u00e4renm\u00e4rkten zwar nicht in kurzen, aber doch jedes Mal in \u00fcberschaubaren Zeitr\u00e4umen erfolgte.<\/p>\n Die bisher wohl umfassendste historisch-statistische Studie zu Aktien-Crashs wurde von den amerikanischen und chinesischen \u00d6konomen Goetzmann und Kim 2018 ver\u00f6ffentlicht (Goetzmann\/Kim 2018). Die Studie umfasst empirische Daten zu B\u00f6rsenabst\u00fcrzen in nationalen Aktienm\u00e4rkten aus vier Jahrhunderten. Die Ergebnisse der beiden Forscher best\u00e4tigen die Schlussfolgerungen aus den in Tabelle 2 analysierten sechs F\u00e4llen.<\/p>\n Generell existiert aus heutiger Sicht kein \u00fcberzeugender Grund f\u00fcr die Annahme, dass die Erholung im Corona-Crash ab dem Tiefpunkt grundlegend von dem allgemeinen Muster in Tabelle 2 abweichen wird, also wesentlich l\u00e4nger dauern wird als im Schnitt dieser sechs Crashs \u2013 auch wenn das in diesem Moment unserer Intuition widerspricht. Von dem ber\u00fchmten Fonds-Manager John Templeton ist das Statement \u00fcberliefert „The four most dangerous words in investing are, ‚this time it’s different'“. F\u00fcr uns ist das eines der weisesten B\u00f6rsen-Bonmots \u00fcberhaupt. Was die handlungsbezogenen Implikationen aus dem Corona-Crash anbelangt, sind diese aus eben gerade nicht fundamental anders als diejenigen aus fr\u00fcheren Crashes, die in Tabelle\u00a02 zusammengefasst werden.<\/p>\n <\/p>\n Zu glauben, dass nur die Renditen von Aktien aber nicht die anderer risikobehafteter Asset-Klassen mit grunds\u00e4tzlich attraktivem Renditepotenzial (weil Rendite und Risiko einander notwendig bedingen) von der Corona-Krise beeintr\u00e4chtigt werden, w\u00e4re oder ist ausgesprochen naiv. Mit „anderen Asset-Klassen“ meinen wir in erster Linie Immobilien (Wohnen, Gewerbe), nicht b\u00f6rsennotierte Unternehmensbeteiligungen, Hochzinsanleihen, unbebaute Grundst\u00fccke, Sammlerobjekte und nat\u00fcrlich alle „verpackten“ Finanzprodukte, die auf diesen Asset-Klassen aufsetzen \u2013 letztlich fast alles, ausgenommen kurzfristige Anleihen h\u00f6chster Bonit\u00e4t. Bei den allermeisten nicht b\u00f6rsennotierten Asset-Klassen werden die Corona-bedingten negativen Renditen und Wertminderungen im Zeitablauf ebenfalls sichtbar werden, jedenfalls f\u00fcr jene Eigent\u00fcmer\/Investoren, die „nachsehen“. Auf den Sonderfall Bankguthaben<\/em> gehen wir nachfolgend in Argument 5 ein.<\/p>\n Ein plausibler vorauslaufender Indikator f\u00fcr das, was im deutschen Wohnimmobiliensektor in der kurz- und mittelfristigen Zukunft passieren wird, sind die Aktienkurse der beiden gr\u00f6\u00dften Wohnungsvermieter in Deutschland (Vonovia SE, Deutsche Wohnen SE). Die Kurse der zwei Aktien sind vom 20. Februar bis 23. M\u00e4rz um 23% und 24% gefallen. Wie wir in einem 2018 publizierten Blog-Beitrag<\/u><\/a> gezeigt haben, existiert kein grunds\u00e4tzlicher \u00f6konomischer Unterschied zwischen dem Risiko von Immobilien, wenn sie von b\u00f6rsennotierten Gesellschaften gehalten werden und dem Risiko von Immobilien-Direktanlagen. Am Aktienkurs von b\u00f6rsennotierten Immobiliengesellschaften kann man insbesondere ablesen, wie der Effekt der Corona-Krise auf das Eigenkapital<\/em> des Investors in der Immobilie (im Unterschied zum Effekt auf den blo\u00dfen Objektwert) wirkt. Wenn \u2013 wie es zu erwarten ist \u2013 die deutschsprachigen L\u00e4nder und der Rest Europas in den n\u00e4chsten Monaten durch eine scharfe Rezession gehen, also die Nachfrage nach Konsum- und Investitionsg\u00fctern deutlich sinken sowie Arbeitslosigkeit und Unternehmenskonkurse steigen werden, werden Mietausf\u00e4lle drastisch zunehmen. Im Ergebnis werde die Bewertungen oder Preise von Immobilien wahrscheinlich fallen \u2013 umso mehr, als sich Wohnimmobilien in den Gro\u00dfst\u00e4dten der DACH-L\u00e4nder heute tendenziell auf „Blasenlevel“ bewegen.<\/p>\n Zu Beteiligungen an nicht b\u00f6rsennotierten Unternehmen: Warum sollten die allgemeinen \u00f6konomischen Gesetze bei nicht b\u00f6rsennotierten Firmen anders wirken als bei b\u00f6rsennotierten, sprich Aktien? Dass man bei Aktien die Wertschwankungen in Realzeit jeden Tag beobachten kann, bei nicht-b\u00f6rsennotierten Firmen jedoch nicht, wird nur ein Narr als echten, statt scheinbaren Risikounterschied betrachten. Die zugrundeliegende Realit\u00e4t ist f\u00fcr b\u00f6rsennotierte und nicht b\u00f6rsennotierte Unternehmen selbstverst\u00e4ndlich die gleiche und diese Realit\u00e4t wird sp\u00e4testens im Falle eines Verkaufes einer solchen Unternehmensbeteiligung sichtbar werden.<\/p>\n <\/p>\n Diejenigen Aktienanleger, die jetzt ihre Aktien aus Sorge ver\u00e4u\u00dfern, um danach den Erl\u00f6s auf einem Bankkonto zu belassen, tauschen „Risiko\u00a0A“ (das Risiko weiterer Kursverluste bei Aktien) gegen das vielleicht gr\u00f6\u00dfere „Risiko\u00a0B“ aus, sprich die M\u00f6glichkeit, einen betr\u00e4chtlichen Teil des Erl\u00f6ses zu verlieren, sollte die betreffende Bank in die Insolvenz schlittern. Lediglich wenn der besagte Cash-Betrag auf dem Bankkonto die staatliche Einlagensicherungsgrenze (100.000 Euro pro Kunde-Bank-Kombination in der EU, in der Schweiz existiert keine bundesstaatliche Einlagensicherung) unterschreitet, besteht dieses Risiko nicht.<\/p>\n Zwar kann niemand verl\u00e4sslich vorhersagen, wann die n\u00e4chste Bankenkrise kommt, aber dass sich irgendwann wieder eine ereignen wird, steht au\u00dfer Frage. Einzelne Banken k\u00f6nnen \u00fcberdies auch au\u00dferhalb einer systemischen Bankenkrise aus selbstverschuldeten Fehlern in die Pleite geraten. Wir haben zum Thema Bankenrisiko 2019 einen Blog-Beitrag<\/u><\/a> verfasst, der diese Risiken und ihre Ursachen genauer darstellt. Grunds\u00e4tzlich gilt: Bankguthaben oberhalb der staatlichen Einlagensicherung sind sowohl renditem\u00e4\u00dfig als auch risikom\u00e4\u00dfig unsinnige Investments, ausgenommen das Geld wird nur f\u00fcr wenige Wochen auf dem Konto zwischengeparkt. Diese Erkenntnis gilt heute und sie galt vor 10 oder 20 oder 50 Jahren. In neuerer Zeit scheint ein wachsender Teil der Privatanlegergemeinschaft diesen eigentlich banalen Sachverhalt zu realisieren.<\/p>\n <\/p>\n Wenn man sich fragt „wie soll ich auf diesen Crash kurzfristig reagieren?“ k\u00f6nnte die Gegen\u00fcberstellung zweier verschiedener Privatanleger instruktiv sein, die zwei unterschiedliche Ausgangssituationen repr\u00e4sentieren: Privatanleger Sven besitzt bereits seit l\u00e4ngerer Zeit ein global diversifiziertes Aktienportfolio und blickt am 23. M\u00e4rz in gro\u00dfer Sorge auf die aktuell drastischen Buchverluste (\u201334%) in seinem Depot, die seit dem 20. Februar aufgelaufen sind.<\/p>\n Anlegerin Charlotte spielte schon seit Jahren mit dem Gedanken einer solchen Aktienanlage, hat diesen Schritt aber aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden immer wieder aufgeschoben. Ihr liquides Verm\u00f6gen ist deshalb noch komplett in Cash angelegt. Charlotte freut sich in diesem Moment \u00fcber ihr langj\u00e4hriges Z\u00f6gern, \u00fcber das sie sich in der Vergangenheit oft ge\u00e4rgert hatte.<\/p>\n Sven und Charlotte sind beide 45 Jahre alt und verf\u00fcgen \u00fcber ein gleich hohes Gesamtverm\u00f6gen. Auch ihre Nettoeinkommen sind identisch. Nach dem aktuellen Aktieneinbruch sieht Charlotte den Aktienmarkt als attraktive Kaufgelegenheit und hat es nun sogar erstmalig seit Jahren eilig, den<\/em> Teil ihres liquiden Verm\u00f6gens, den sie schon seit langer Zeit f\u00fcr die Asset-Klasse Aktien vorgesehen hatte, bald zu investieren. Sie m\u00f6chte investiert sein, ehe der „Schlussverkauf“ wieder endet. Dabei akzeptiert sie \u2013 n\u00fcchtern wie Charlotte ist \u2013 die prinzipielle M\u00f6glichkeit, dass der Aktienmarkt unmittelbar nach ihrem Investment noch billiger werden k\u00f6nnte, bevor er nachhaltig nach oben dreht. [5]<\/span><\/strong><\/p>\n Anders als Charlotte ist Sven frustriert, sogar deprimiert. Er \u00fcberlegt sich, ob er seine Aktien jetzt absto\u00dfen sollte, um seinen Verlust („Drawdown“) seit dem 20. Februar wenigstens auf minus 34% zu begrenzen. Er erinnert sich an die Redensart „lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende“.<\/p>\n Wer von den beiden handelt rationaler und kl\u00fcger? Aus dem Blickwinkel der Wirtschaftswissenschaft ist die Antwort einfach: Charlotte. Sie wei\u00df und akzeptiert, dass Aktienkurse kurz- und mittelfristig nicht prognostizierbar sind \u2013 auch in diesem Moment nicht, dass Aktien jetzt eher g\u00fcnstig bewertet sind und somit in die Zukunft gerichtet eine merklich h\u00f6here „erwartete Rendite“ besitzen als noch am 20. Februar.<\/p>\n Svens Verluste seit Beginn des Corona-Crashes sind \u2013 im \u00d6konomen-Jargon \u2013 „Sunk Costs“ [6]<\/span><\/strong> und spielen deswegen rein rational betrachtet f\u00fcr in die Zukunft gerichtete Entscheidungen keine Rolle. Schwer zu verstehen und zu verdauen, aber es ist so. Auch f\u00fcr Sven ist die erwartete Rendite von Aktien an diesem Punkt h\u00f6her als vor einem Monat und s\u00e4\u00dfe er nicht auf einem dicken Buchverlust, w\u00fcrde er \u2013 das geht ihm oft durch den Kopf \u2013 das jetzige Kursniveau, so wie Charlotte, als attraktives Einstiegsniveau empfinden.<\/p>\n Aus rein sachlogischer und rationaler Perspektive sollten jedoch beide, Charlotte und Sven, identisch denken und handeln und zwar so wie Charlotte. Bauchgef\u00fchl, gesunder Menschenverstand und Emotionen helfen Sven hier eben gerade nicht weiter, sofern er rational nutzenmaximierend als Homo Oeconomicus<\/em> agieren m\u00f6chte.<\/p>\n \u00dcbrigens ist auf der Basis der hier pr\u00e4sentierten Informationen zu Sven und Charlotte keineswegs eindeutig, dass Charlotte per saldo besser investiert hat. Wenn Sven sein fragliches Aktieninvestment (MSCI ACWI IMI Index) vor Oktober 2016 (also vor etwa dreieinviertel Jahren) get\u00e4tigt h\u00e4tte, dann st\u00fcnde er per 23. M\u00e4rz 2020 trotz seines beschriebenen Verlustes (Drawdowns) seit dem 20. Februar, immer noch genauso gut oder sogar besser da als Charlotte, die mit ihrem Bankguthaben in den letzten Jahren naturgem\u00e4\u00df eine nominale Null-Rendite (real eine negative Rendite) erzielte.<\/p>\n <\/p>\n Immer dann, wenn im Aktienmarkt starke Abschw\u00fcnge geschehen, ger\u00e4t eine alte, essenzielle Einsicht aus der Finanz\u00f6konomie vollends aus dem Blickfeld von Privatanlegern, die von vielen leider bereits w\u00e4hrend „normaler“ Zeiten kaum beachtet wird: Risikomanagement bei Kapitalmarktanlagen geschieht nicht \u00fcber „Rein-Raus“ entlang eines einf\u00e4ltigen Crash-on-Crash-Off-Spektrums<\/em>, sondern \u00fcber die langfristige Festlegung einer f\u00fcr den spezifischen Haushalt passenden „Level-1-Asset-Allokation“. Sie ist die Aufteilung des Portfolios in einen risikobehafteten<\/em>\u00a0Portfolioteil, der f\u00fcr die Renditeerzeugung des Gesamtportfolios zust\u00e4ndig ist, und einen risikoarmen<\/em> Portfolioteil, der f\u00fcr die Stabilit\u00e4t (Sicherheit) des Gesamtportfolios sorgt.<\/p>\n Diese simple Zweiteilung muss individuell so austariert sein, dass auch ein 50%-Crash im Aktienmarkt den betreffenden Haushalt mit hoher Wahrscheinlichkeit weder mental-emotional noch aus Liquidit\u00e4tsgr\u00fcnden zum Verkauf zwingt. Ein 20\/80-ETF-Portfolio (risikobehaftet\/risikoarm), das nach diesem eigentlich einfachen wissenschaftlichen Prinzip konstruiert wurde, w\u00fcrde aktuell insgesamt nur um ungef\u00e4hr 7% eingeknickt sein. 80% des Portfolios w\u00fcrden gar keine Verluste zeigen. Im Gegenzug f\u00fcr diese vergleichsweise hohe Sicherheit muss der Portfoliobesitzer nat\u00fcrlich auch eine geringere Langfristrendite in Kauf nehmen: „No pain, no gain“, wie die Angelsachsen sagen. In einem Satz: Durch die Beimischung einer „risikofreien“ Anlage (Anleihen hoher Bonit\u00e4t, kurzer Restlaufzeit und ohne Wechselkursrisiko) kann man den maximalen Drawdown\u00a0<\/em> der in einem Aktien-Crash h\u00f6chstwahrscheinlich nicht \u00fcberschritten wird, beinahe beliebig abmildern.<\/p>\n Ein anderer fundamentaler Grundsatz in Portfoliostrukturierung und Risikomanagement besteht in der Ber\u00fccksichtigung aller<\/em> Verm\u00f6genswerte des Haushaltes und zwar immer<\/em> und bei jeder<\/em> Investitionsentscheidung, auch bei Verk\u00e4ufen. Tabelle 3 enth\u00e4lt dazu ein veranschaulichendes Beispiel f\u00fcr einen Privathaushalt aus zwei erwachsenen Personen im Alter von 40 Jahren, beide berufst\u00e4tig mit der Absicht bis 67 zu arbeiten und mit einem etwas \u00fcberdurchschnittlichen Verm\u00f6gen und Einkommen.<\/p>\n Tabelle 3: Beispielhafte Verm\u00f6gensbilanz eines Privathaushaltes\u00a0<\/strong><\/span><\/p>\n \u25ba Prozents\u00e4tze kaufm\u00e4nnisch gerundet (daher Addition nicht notwendigerweise auf genau 100%). \u25ba\u00a0[A] Humankapital ist der Gegenwartswert (Barwert) der noch nicht bezogenen Nettoeinkommen eines Arbeitnehmers bis zur geplanten Beendigung der Berufst\u00e4tigkeit. \u25ba\u00a0[B] GRV = Gesetzliche Rentenversicherung. Die gezeigte Zahl entspricht dem Gegenwartswert der erwarteten Rente bei Erreichen der mittleren Lebenserwartung. \u25ba\u00a0[C]\u00a0KLV = kapitalbildende Lebensversicherung.<\/span><\/p>\n Die Quintessenz aus Tabelle 3: Wenn wir annehmen, dass Andreas und Marina in einem 50%-Aktien-Crash soeben einen 50%-Buchverlust auf ihr ETF-Aktien-Portfolio erlitten haben, dann ist ihr Gesamtverm\u00f6gen dennoch nur um etwa 1,5% geschrumpft, sofern man die beiden gr\u00f6\u00dften Assets des Haushaltes \u2013 das Humankapital \u2013 ber\u00fccksichtigt und nur ca. 8,5%, wenn man ohne Humankapital rechnet. Auch wenn man erg\u00e4nzend und realistisch annimmt, dass das Eigenheim und das Humankapital durch den Corona-Crash Werteinbu\u00dfen erleiden, \u00e4ndert das an der grunds\u00e4tzlichen Einsicht nichts; Da bei den allermeisten Haushalten in Deutschland Aktien nur einen kleinen oder relativ kleinen Teil am Gesamtverm\u00f6gen ausmachen, ist der negative Crash-Effekt auf das Gesamtverm\u00f6gen<\/em> weniger bedeutsam als es ein isolierter, in gewisser Weise irref\u00fchrender Blick auf das Bankdepot alleine suggeriert.<\/p>\n Zum Schluss sei uns noch eine Anmerkung gestattet, die nicht direkt mit „Crash-Verarbeitungs-Wissen“ zu tun hat, sondern sich auf einen allgemein-volkswirtschaftlichen Aspekt der Corona-Krise bezieht. Einige der „Untergangspropheten“, mit denen Deutschland besonders reich gesegnet ist \u2013 Mark Friedrich\/Matthias Weik und Markus Krall \u2013 ziehen seit Beginn des Corona-Crashs mit der haneb\u00fcchenen These durchs Land, der Einbruch an den Aktienm\u00e4rkten sei von der Corona-Pandemie „nur angesto\u00dfen“, aber nicht wirklich von ihr verursacht worden. Die tats\u00e4chlichen Ursachen h\u00e4tten schon vorher bestanden („Nullzinsen“, „\u00dcberschuldung“, „Zombieunternehmen“ etc.). Stichhaltige Belege f\u00fcr diese „Theorie“ jenseits von seit Jahren in ihren B\u00fcchern und Vortr\u00e4gen wiederholten Worth\u00fclsen, Schlagworten, selektiv ausgew\u00e4hlten Daten und „Geschichten“ werden nicht geliefert, jedenfalls nichts, was an Universit\u00e4ten besch\u00e4ftigte Volkswirte ernstnehmen w\u00fcrden. [7]<\/span><\/strong><\/p>\n Schlussendlich wird man nie mit exakter Sicherheit sagen k\u00f6nnen, auch nicht ein paar Jahre nach Ende der Krise, welcher spezifische<\/em> Faktor einen B\u00f6rsen-Crash ausgel\u00f6st hat, aber dass Corona in diesem Fall der Hauptfaktor ist, das bezweifelt kein seri\u00f6ser akademischer Wirtschaftswissenschaftler. Wenn man sich den gigantischen realwirtschaftlichen Schaden vergegenw\u00e4rtigt, den Corona in diesem Augenblick vor unser aller Augen weltweit anrichtet oder m\u00f6glicherweise anrichtet, erscheint es haarstr\u00e4ubend, hier nicht die Hauptursache zu sehen. Es sei dabei klargestellt, dass sich gerade der globale Aktienmarkt Anfang 2020 nahe an seinem „fairen“ (normalen) Bewertungsniveau bewegte, also keineswegs in einer Blase<\/u><\/a> war und die Verschuldungsquote der westlichen Industriestaaten seit 2009 bis Ende 2019 nicht gestiegen ist (Gesamtverschuldung aus Staat, Unternehmen und privaten Haushalten relativ zum Bruttoinlandsprodukt). [8]<\/span><\/strong><\/p>\n <\/p>\n Rekapitulieren wir die Hauptaussagen dieses Blog-Beitrags:<\/p>\n <\/p>\n [1]<\/strong> Asset- Klassen (dt. Anlageklassen, Verm\u00f6gensformen) sind sachlogisch sinnvolle Gruppierungen von Verm\u00f6gensanlagen wie z. B. Aktien, Anleihen, Geldmarktanlagen (bargeldartige Anlagen), Immobilien, Edelmetalle, Rohstoffe und Sammlerobjekte. Diese Haupt-Asset-Klassen lassen sich vielf\u00e4ltig in Sub-Asset-Klassen untergliedern. Die spezifische Aufteilung eines diversifizierten Portfolios in Asset-Klassen („Asset-Allokation“) hat einen sehr hohen Einfluss auf seine Rendite-Risiko-Eigenschaften.<\/p>\n [2]<\/strong> Diese 4,4% p.a. repr\u00e4sentieren nur die inflationsbereinigte „Preisrendite“ (Wertsteigerungsrendite). Dazu ist eine gesch\u00e4tzte Nettomietrendite (Bruttomietrendite abz\u00fcglich Instandhaltung und Versicherung) von ca. 2,5 bis 3,0 Prozentpunkten j\u00e4hrlich zu addieren und zugleich rund 12 Prozentpunkte einmalige Kauf- und Verkaufskostens (inklusive Grunderwerbsteuer) zu subtrahieren (also rund ein Prozent pro Jahr). Verl\u00e4ssliche, pr\u00e4zise Nettomietrenditedaten sind f\u00fcr den Wohnimmobilienmarkt generell nicht verf\u00fcgbar. Der Kredithebeleffekt aus einer Fremdfinanzierung wurde hier nicht ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n [3]<\/strong> Ein informationseffizienter Markt ist einer, in dem alle \u00f6ffentlich verf\u00fcgbaren Informationen \u00fcber ein Wertpapier sehr schnell, man k\u00f6nnte auch sagen „rasend schnell“, in den Preisen der Wertpiere abgebildet sind (eingepreist sind).<\/p>\n [4]<\/strong> Eine Stopp-Loss-Order l\u00f6st eine automatische Verkaufs-Order aus, sobald eine Kursmarke nach unten unterschritten wird.<\/p>\n [5]<\/strong> „‚Nicht in ein fallendes Messer greifen‘ das ist der d\u00fcmmste aller B\u00f6rsenspr\u00fcche“ sagt der erfolgreiche Immobilieninvestor und vielfache Million\u00e4r Dr. Rainer Zitelmann: https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=eWRXOks2bmw&feature=youtu.be<\/a><\/p>\n [6]<\/strong> Hier die Definition aus Wikipedia: „Versunkene Kosten (englisch sunk cost; oft auch als irreversible Kosten oder salopp als EDA- oder Eh-da-Kosten bezeichnet) Kosten, die bereits entstanden sind und nicht (beispielsweise durch Verkauf) r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht werden k\u00f6nnen.“<\/p>\n [7]<\/strong> Hier exemplarisch ein kurzer Medienartikel von einem Wissenschaftler zu den „Geschichten“ der Untergangspropheten Friedrich und Weik: https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/finanzkrise-was-an-den-argumenten-der-crash-propheten-dran-ist-a-1302526.html<\/a><\/p>\n [8]<\/strong> World Bank Group (2020): „Waves of Debt \u2013 Causes and Consequences“; Advance Edition; Internet-Fundstelle: https:\/\/www.worldbank.org\/en\/research\/publication\/waves-of-debt<\/a><\/p>\n \u00a0<\/strong><\/p>\n Goetzmann, William \/ Kim, Dasol (2018): „Negative bubbles: What happens after a crash?“ In: European Financial Management; 2018; Vol. 24; No. 2; pages 171-191<\/p>\n Jacobs, Heiko \/ Weber, Martin (2016): „Random Walk plus Drift – Was Aktienkurse wirklich sind“; (2016); Universit\u00e4t Mannheim; Behavioral Finance Band 28<\/p>\n(1) Aktien waren, sind und bleiben die rentabelste Asset-Klasse<\/strong><\/span><\/h2>\n
<\/p>\n(2) Market Timing schadet \u2013 auch im Crash<\/strong><\/span><\/h2>\n
(3) Aus der Geschichte lernen<\/strong><\/span><\/h2>\n
<\/p>\n(4) Auch andere Asset-Klassen sind nicht immun gegen Corona<\/strong><\/span><\/h2>\n
(5) Aus Aktien jetzt raus und in Bankguthaben rein \u2013 macht das Sinn?<\/strong><\/span><\/h2>\n
(6) Sind Aktien im Moment eine Kaufgelegenheit?<\/strong><\/span><\/h2>\n
(7) Wie Risikomanagement wirklich geht<\/strong><\/span><\/h2>\n
<\/p>\nFazit<\/span><\/h2>\n
\n
Endnoten<\/span><\/h2>\n
Literatur<\/span><\/h2>\n