{"id":1191,"date":"2018-05-31T00:00:32","date_gmt":"2018-05-30T22:00:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gerd-kommer-invest.de\/?p=1191"},"modified":"2025-09-05T13:52:15","modified_gmt":"2025-09-05T11:52:15","slug":"finanzielle-freiheit-fragezeichen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerd-kommer.de\/blog\/finanzielle-freiheit-fragezeichen\/","title":{"rendered":"„Finanzielle Freiheit“ \u2013 ein Schlagwort mit zu vielen Fragezeichen"},"content":{"rendered":"
Von Alexander Weis<\/a>\u00a0und\u00a0Gerd Kommer<\/a>\u00a0\u00a0<\/em><\/p>\n „Finanzielle Freiheit“ ist ein Schlagwort mit Konjunktur. Gibt man auf Amazon.de die Suchworte „finanzielle Freiheit“ oder Begriffsvariationen wie „finanzielle Unabh\u00e4ngigkeit“ oder „passives Einkommen“ ein, spuckt die Website mehr als 1.000 B\u00fccher dazu aus. Bei Google liegt die Anzahl der Treffer f\u00fcr diese Suchbegriffe im dreistelligen Millionenbereich. In der Finanzbloggerszene haben sich Artikel zu finanzieller Freiheit in den letzten Jahren epidemisch ausgebreitet. Ein erstaunlich gro\u00dfer Anteil der Finanz- und Geldblogs kreist nahezu ausschlie\u00dflich um dieses Konzept und seine Abwandlungen.\u00a0<\/span><\/p>\n In diesem Beitrag wollen wir zeigen, dass und warum der hippe Begriff „finanzielle Freiheit“ zur Sprechblase und leeren Investmentmode degeneriert ist. Investmentmoden wirken f\u00fcr diejenigen, die ihnen folgen \u2013 das lehrt die Erfahrung mit Anlageprodukten und -strategien \u2013 h\u00e4ufig verm\u00f6genssch\u00e4dlich. Es stellt sich also die Frage: K\u00f6nnte das auch f\u00fcr das harmlos und positiv daherkommende Konzept der finanziellen Freiheit gelten?\u00a0<\/span><\/p>\n Betrachtet man genauer, was „finanzielle Freiheit“ (nachfolgend der Text\u00f6konomie halber „FF“ abgek\u00fcrzt) im Finanzratgeberbuchmarkt und in der Bloggerszene hei\u00dft, wird schnell klar: Der unbedenklich klingende FF-Begriff bedeutet alles \u2013 und sein Gegenteil. Das illustrieren wir nachfolgend, indem wir vier grundverschiedene FF- Varianten identifizieren, von denen sich einige \u00fcberlappen und andere sich gegenseitig ausschlie\u00dfen. Die Erzeugung von „passivem Einkommen“ spielt in allen vier FF-Versionen eine Rolle, wenngleich in unterschiedlicher Form und Gewichtung.<\/p>\n <\/p>\n Ein Beispiel f\u00fcr diese FF-Interpretation ist das Finanzratgeberbuch „Der Weg zur finanziellen Freiheit \u2013 Die erste Million in 7 Jahren“ von Bodo Sch\u00e4fer. In die gleiche Kerbe schl\u00e4gt auch das Buch „Daytrading f\u00fcr Einsteiger \u2013 Finanzielle Freiheit durch Erfolg an der B\u00f6rse“ von Thomas Dahlmann. Hier geht es ganz einfach und offen ums schnelle Reichwerden. Das Problem: In dieser FF-Buchsparte wimmelt es von absurd unrealistischen Strategien zum Erreichen von Wohlstand und Reichtum. Historisch war das FF-Konzept von Sch\u00e4fer und seinen amerikanischen Vorl\u00e4ufern (der bekannteste darunter Robert Kiyosaki mit seinem Buch „Rich Dad, Poor Dad“) die erste, urspr\u00fcngliche FF-Variante.<\/p>\n <\/p>\n Bei dieser FF-Version geht es in erster Linie darum, „die Kontrolle \u00fcber sein Leben zur\u00fcckzuerlangen“ und „endlich nicht mehr f\u00fcnf Tage Arbeit gegen zwei Tage Freizeit zu tauschen“. In den B\u00fcchern und Finanzblogs dazu wird ein kurioser Rezeptemischmasch zum „Ausbruch aus dem Hamsterrad“, zur „Beendigung der Tretm\u00fchle des Angestelltendaseins“ und zu „effizienterem Selbstmanagement“ propagiert. Insbesondere soll man sich auf Besch\u00e4ftigungen fokussieren, die Spa\u00df machen, „frei machen“ und entweder nichts kosten oder finanziell lukrativ sind. Ein Kernelement in dieser FF-Variante ist das Anstreben des fr\u00fchzeitigen Ruhestands (cooler: „Early Retirement“). Zwei Beispiele f\u00fcr den Ansatz sind die Ratgeberb\u00fccher „Erfolgreiche finanzielle Freiheit im Schlaf“ von Elisabeth Raynor und „Finanziell frei \u2013 Wie ich es geschafft habe mit 45 ohne Geldsorgen zu leben“ von Monika Reich. Schon die Buchtitel lassen einen schmunzeln und in der Tat besteht beim Lesen der Texte stellenweise die Gefahr, die Ratgeberb\u00fccher mit Satire zu verwechseln.<\/p>\n <\/p>\n Den Vertretern dieses, im Vergleich zur vorigen Variante „weniger gem\u00fctlichen“ Ansatzes zufolge, schl\u00e4gt man mit ihm gleich drei FF-Unterziele mit einer Klappe: Erstens, als Firmengr\u00fcnder muss man sich nichts mehr von seinem bisherigen, inkompetenten Chef sagen lassen, ist also ab Tag eins schon „freier“ als zuvor. Zweitens kann man nun endlich seine Kreativit\u00e4t „befreien“ und drittens wird man, da der bisherige Vorgesetzte als ewiger Bremser entf\u00e4llt, fast zwangsl\u00e4ufig auch mehr Geld verdienen. Zwei B\u00fccher zu diesem FF-Ansatz sind „Rente mit 28 \u2013 In wenigen Jahren zur Finanziellen Freiheit“ von Lars Joppich und „Passives Einkommen durch T-Shirts. Schritt f\u00fcr Schritt online Geld verdienen“ von Theodor Sch\u00e4fer. Auch beim Lesen dieser Titel k\u00f6nnte man zeitweilig dem Irrtum aufsitzen, es handele sich um Satire. Der Autor des erstgenannten Buches vertritt die mutige These, dass das Ausscheiden aus dem Angestelltendasein zum Zweck einer Existenzgr\u00fcndung gleichzusetzen sei mit dem Beginn der Rente.\u00a0<\/span><\/p>\n <\/p>\n Hier wird propagiert, aus der „Konsumgesellschaft“ auszusteigen, keine „\u00fcberfl\u00fcssigen“ oder „sinnlosen“ Produkte mehr zu kaufen und generell „radikal weniger Geld zu verschwenden“. Praktisch bedeutet das, seine Konsumausgaben dauerhaft um 70% oder mehr zu senken. Im Ergebnis kann man sich leisten, deutlich weniger zu arbeiten, also z. B. nur noch einen Tag die Woche oder nur noch sechs von zw\u00f6lf Monaten. Daraus resultieren naturgem\u00e4\u00df mehr Spa\u00df und Lebensgenuss. Ferner schont man dabei die Umwelt, denn man verbraucht nur noch, was „wirklich notwendig ist“.\u00a0 <\/span>Hierzulande nennt sich dieser FF-Ansatz „finanzieller Minimalismus“, im amerikanischen Original „Frugalism“. Dahinter verbirgt sich Brachialsparen als Pfad zur FF. Frugalismus hat sich mittlerweile zum weltweit dominierenden FF-Konzept entwickelt. Die B\u00fccher und Blogs dazu haben l\u00e4ngst die Grenze der Z\u00e4hlbarkeit passiert. Der vielleicht Ber\u00fchmteste Frugalist ist Mr. Money Mustache<\/i> in den USA.<\/p>\n <\/p>\n Zwischenfazit: Die unterschiedlichen Rezepte, die insgesamt rund um die emanzipatorisch klingende Sprechblase „finanzielle Freiheit“ vermarket werden, sind entweder trivial („gib‘ nur Geld f\u00fcr wirklich wichtige Dinge im Leben aus“), schlie\u00dfen sich gegenseitig aus („raus aus dem Hamsterrad“ versus „werde schnell reich“) oder sind altbekannte, abgedroschene Investmentpornographie („die erste Million in sieben Jahren“ etc.). [1]<\/span><\/strong><\/p>\n Der D\u00fcsseldorfer Arzt und Finanzblogger Dr. Holger Grethe (www.zendepot.de) ver\u00f6ffentliche 2017 einen hellsichtigen Artikel mit dem Titel „Finanzielle Freiheit ist eine Illusion“. Grethe hat Recht. Wer etwas genauer nachdenkt, muss zum selben Schluss kommen. Warum h\u00e4lt er FF f\u00fcr eine Schim\u00e4re?<\/p>\n Unterstellen wir f\u00fcr einen Augenblick, jemand \u2013 nennen wir ihn Hans \u2013 hat bereits einen tollen, ihn intellektuell und ethisch erf\u00fcllenden Job mit intelligenten, sympathischen Kollegen. Hans verdient 6.400 Euro netto, also viermal so viel wie ein durchschnittlicher deutscher Arbeitnehmer (gemessen am Median-Arbeitnehmereinkommen). Sein Gehalt empfindet Hans als angemessen und mehr als ausk\u00f6mmlich. Ist Hans „finanziell frei“ oder wenigstens auf dem Weg zur finanziellen Freiheit? Vielleicht, vielleicht aber auch nicht. Hans \u00fcberaus wertvolles Humankapital, aus dem er sein hohes Einkommen bezieht \u2013 noch dazu in einem mental und moralisch befriedigenden Job \u2013, k\u00f6nnte von heute auf morgen implodieren und wertlos werden. Man denke an eine schwere Krankheit, einen tragischen Unfall oder den Konkurs seines Arbeitgebers. Dann w\u00e4re es aus mit den 6.400 Euro \u2013 heute und im schlimmsten Fall f\u00fcr den Rest seiner Tage. Auch Hans ist in dieser Perspektive \u2013 und das ist kurioserweise die Perspektive der FF-Apostel selbst \u2013 nicht wirklich „finanziell frei“. Auch er ist \u2013 wie wahrscheinlich 99,9% von uns \u2013 abh\u00e4ngig vom Fortbestand einiger zentraler positiver Faktoren (viele davon sehr fragil) und der Abwesenheit vieler negativer Faktoren in seinem Leben und seiner Umwelt.<\/p>\n Wie sieht es aus mit Existenzgr\u00fcndung als Route zur finanziellen Freiheit, wie sie uns in FF-Mutation Nr. 3 empfohlen wird? Existenzgr\u00fcndung hei\u00dft aus der Sicht von Gary Becker, einem Wirtschaftsnobelpreistr\u00e4ger: Risikoarmes Humankapital mit begrenztem Upside- und Downside Potential aus dem Angestelltendasein wird in risikoreiches Humankapital mit weniger begrenzten Up- und Downsides aus Unternehmert\u00e4tigkeit transformiert. Hierzu einige simple statistische Fakten: F\u00fcr etwa 90% aller Existenzgr\u00fcndungen hei\u00dft es innerhalb von f\u00fcnf Jahren Game Over<\/i>. Wahrscheinlich weitere 90% der verbleibenden 10% f\u00fchren zu einem Einkommen f\u00fcr den Gr\u00fcnder, das langfristig zwar nicht h\u00f6her ist als das eines leitenden Angestellten in der gleichen Branche, daf\u00fcr aber arbeitsintensiver, stressiger und risikoreicher.\u00a0 <\/span>Was das mit „Freiheit“ zu tun haben soll, erschlie\u00dft sich uns nicht einmal auf den zweiten Blick.<\/p>\n Ganz besonders lustig finden wir das Konzept des „passiven Einkommens“. Nehmen wir an, Maria, in einer l\u00e4ndlichen Gegend lebend, m\u00f6chte passives Einkommen erzielen, aber eines, das diesen Namen verdient, also nicht nur ein besseres Taschengeld. Maria peilt dabei keineswegs ein \u00fcberehrgeiziges Niveau an, sondern „nur“ das schon erw\u00e4hnte Durchschnittseinkommen eines Deutschen von 1.600 Euro netto im Monat. Es soll jedoch nicht aus Angestelltent\u00e4tigkeit kommen \u2013 das w\u00e4re ja „aktives“ Einkommen und zudem Einkommen, das mit einem unsympathischen Chef einher ginge. Maria hat sich deshalb in verschiedenen FF-B\u00fcchern und -Blogs Immobilien-Know-How angelesen. [2]<\/span><\/strong> Sie tr\u00e4umt von einem „Zinshaus“, einem Mehrfamilienhaus, das sie vermietet und von dessen „passiven“ Ertr\u00e4gen sie in der Folge leben kann. Nun f\u00e4ngt Maria an zu rechnen. Um Mieteinnahmen von 1.600 Euro im Monat, also 19.200 Euro im Jahr zu generieren, braucht sie zun\u00e4chst einmal Investitionskapital. Sie unterstellt \u2013 ein klein wenig optimistisch \u2013 eine langfristige Mietrendite von 4% nach Steuern und Kosten. Daraus ergibt sich ein Investitionsbetrag von 480.000 Euro. Bes\u00e4\u00dfe sie das als Eigenkapital, w\u00e4re der Fall geritzt. Maria hat allerdings nur 50.000 Euro und m\u00fcsste den Rest auf Pump finanzieren. Die Konsequenz: Jeder Euro von den 480.000 Euro, der \u00fcber ein Darlehen beschafft wird, tr\u00e4gt zu einer unmittelbaren Senkung der 1.600 Euro im Monat bei, die Maria anvisiert und zwar f\u00fcr 10 bis 30 Jahre. Bei einem sehr g\u00fcnstigen Kredit mit einer Effektivverzinsung von nur 2%, bedeutet das anfangs eine Halbierung der 1.600 auf 800 Euro im Monat. Die Moral von der Geschicht‘: Um passives Einkommen zu erzielen, selbst in der eher bescheidenen Gr\u00f6\u00dfenordnung, die Maria f\u00fcr sich gew\u00e4hlt hat, muss man schon vorher reich sein. Wie war das mit finanziell frei werden<\/i>? Ganz zu schweigen davon, dass ein Mehrparteienmietshaus zu erwerben und zu bewirtschaften keine „passive“ Besch\u00e4ftigung ist, sondern ganz b\u00fcrgerlich-altmodisch und uncool harte aktive Arbeit bedeutet, oft am Samstag und manchmal am Sonntag. [3]<\/span><\/strong><\/p>\n So entpuppt sich der Begriff des passiven Einkommens bei n\u00e4herer Betrachtung als Quacksalbermedizin, die im besten Fall nicht hilft und im schlechtesten Fall den Patienten vorzeitig unter die Erde bringt. Herrlich klar und n\u00fcchtern hat das Caleb Hill in seinem B\u00fcchlein: „The Passive Income Myth“ dargestellt. [4]<\/span><\/strong><\/p>\n FF ist ein von seinen Aposteln bis zur Unkenntlichkeit verst\u00fcmmelter Begriff, der alles und sein Gegenteil hei\u00dfen kann. Den gutgl\u00e4ubigen Lesern von FF-B\u00fcchern und -Blogs werden dabei explizit oder implizit f\u00fcnf Trugbilder untergejubelt:<\/p>\n Das Funktionieren der jeweiligen FF-Formel wird \u2013 wenig \u00fcberraschend \u2013 von seinen J\u00fcngern auf eher d\u00fcrftige Weise belegt \u2013 ausnahmslos durch „Anecdotal Evidence“, also selektiv ausgew\u00e4hlte Einzelfallgeschichtchen. Und selbst diese Einzelf\u00e4lle sind so gut wie nie verifizierbar. Statistische Fakten und wissenschaftliche Untermauerung? Fehlanzeige.<\/p>\n Kommen wir zu unserem Schlussfazit:\u00a0<\/span><\/p>\n Bleibt eine letzte Frage: Warum existieren so viele FF-Ratgeberb\u00fccher und -blogs, wenn sie etwas propagieren, das bei der Steigerung des eigenen Verm\u00f6gens selten hilft, oft sogar schadet oder mit einer drakonischen Senkung des Lebensstandards einhergeht? Die Antwort ist simpel: Diese B\u00fccher und Blogs gibt es prim\u00e4r, um f\u00fcr ihre Autoren ein paar Kr\u00fcmel passiven Einkommens zu generieren.<\/p>\n Nat\u00fcrlich ist „finanzielle Freiheit“ nicht per se schlecht. Niemand hat etwas einzuwenden gegen Verm\u00f6gensbildung, sei es via Fondsinvestments, via Existenzgr\u00fcndung oder via Sparsamkeit. Wenn jedoch diese so libert\u00e4r und unschuldig\u00a0daherkommende Begrifflichkeit zu einem v\u00f6llig willk\u00fcrlichen und sich vielfach widersprechenden Gummikonzept zerschlissen und dazu noch mit offensichtlicher Investmentpornographie verquirlt wird, ist nicht nur niemandem gedient, sondern es wird Schaden angerichtet. Die etablierte Finanzbranche hat in den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten keine Ruhmesbilanz produziert. Es w\u00e4re w\u00fcnschenswert, wenn Ratgeberbuchautoren und Finanzblogger ihren eigenen Anspruch h\u00f6her ansetzen w\u00fcrden.<\/p>\n <\/p>\n [1]<\/strong> Ein kleines Rechenbeispiel zu Bodo Sch\u00e4fers konkretem FF-Ziel „die erste Million in sieben Jahren“: Wer anf\u00e4nglich 100.000 Euro investiert, braucht eine durchschnittliche Rendite von 39% p. a. (nach Steuern und Kosten), um in sieben Jahren zu einer Million zu gelangen. Abgesehen davon, dass eine solche Rendite in sieben aufeinanderfolgenden Jahren bisher nur bei Alice in Wonderland beobachtet wurde, stellt sich die Frage, woher die anf\u00e4nglichen 100.000 Euro kommen sollen. Startet man mit weniger, muss die Rendite noch h\u00f6her sein.<\/p>\n [2]<\/strong> Immobilien als Quelle passiven Einkommens spielen in besonders vielen FF-Konzepten eine prominente Rolle. Vermutlich, weil man sie partiell fremdfinanzieren kann und weil viele Menschen naiv glauben, sie k\u00f6nnten erfolgreich Immobilienprojekte ausw\u00e4hlen, entwickeln, finanzieren und bewirtschaften.<\/p>\n [3]<\/strong> Klar, Maria k\u00f6nnte das an einen Immobilienverwalter outsourcen. Schlie\u00dflich wollte sie „passives“ Einkommen und nicht am Wochenende mit nervigen Mietern streiten. Doch dann k\u00f6nnte die Gleichung lauten: 1.600 Euro minus Kapitaldienst minus Verwalterkosten = 0. Ein Trost: Das Darlehen wird in 25 Jahren (voraussichtlich) abbezahlt sein.<\/p>\n [4]<\/strong> Von kulturhistorischem Nebeninteresse mag sein, dass marxistische Klassenk\u00e4mpfer schon vor 150 Jahren das Verbot „passiven Einkommens“ forderten. Gemeint war das „arbeitslose“ Einkommen der bourgeoisen Kapitalisten. Die neuerlich wieder aktiven Hausbesetzer in einigen Gro\u00dfst\u00e4dten Deutschlands denken \u00e4hnlich.<\/p>\n <\/p>\nFF-Variante 1: Durch cleveres Investieren schnell und m\u00fchelos reich werden.<\/b> <\/span><\/h2>\n
FF-Variante 2: Radikal weniger arbeiten und\/oder fr\u00fcher in Rente gehen<\/b>. <\/span><\/h2>\n
FF-Variante 3: Durch Existenzgr\u00fcndung zur finanzielle Freiheit.<\/b><\/span><\/h2>\n
FF-Variante 4: Sich in die finanzielle Freiheit sparen.<\/b><\/span><\/h2>\n
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Endnoten<\/b><\/span><\/h2>\n
Literatur<\/b><\/span><\/h2>\n